Syndaktylie

Syndaktylie – Ursachen, Behandlung & Folgen

Die Syndaktylie ist eine angeborene Fehlbildung der Finger und Zehen. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einem Zusammenwachsen der betroffenen Gliedmaßen, sodass eine normale Trennung nicht stattfinden kann. Diese Fehlbildung tritt häufig an den Händen auf und ist eine der am häufigsten auftretenden angeborenen Fehlbildungen. Etwa eines von 3000 neugeborenen Kindern ist betroffen.

Die Ursachen für Syndaktylie können sowohl äußere Einflüsse während der Schwangerschaft als auch genetische Veranlagung sein. Alkohol- oder Medikamentenkonsum sowie das Syndrom des Amniotischen Bandes können zu dieser Fehlbildung führen. Zudem kann Syndaktylie vererbt werden und tritt häufig als Symptom bei genetisch bedingten Erkrankungen auf.

Die Behandlung der Syndaktylie erfolgt in der Regel durch einen chirurgischen Eingriff, bei dem die zusammengewachsenen Finger oder Zehen voneinander getrennt werden. Je nach Ausprägung der Fehlbildung kann eine Hauttransplantation erforderlich sein, um die getrennten Glieder zu bedecken. Eine frühzeitige und individuell abgestimmte Behandlung ist wichtig, um mögliche Einschränkungen zu minimieren.

Schlüsselerkenntnisse:

  • Syndaktylie ist eine angeborene Fehlbildung der Finger und Zehen.
  • Die Ursachen können äußere Einflüsse und genetische Veranlagung sein.
  • Die Behandlung erfolgt durch einen chirurgischen Eingriff.
  • Es ist wichtig, eine rechtzeitige und individuell abgestimmte Behandlung durchzuführen.
  • Syndaktylie kann zu motorischen Einschränkungen und psychischen Auswirkungen führen.

Ursachen der Syndaktylie

Die Syndaktylie, das Zusammenwachsen der Finger und Zehen, kann unterschiedliche Ursachen haben. Sowohl genetische Veranlagung als auch äußere Einflüsse während der Schwangerschaft spielen dabei eine Rolle.

Äußere Einflüsse während der Schwangerschaft

Äußere Einflüsse wie Alkohol- oder Medikamentenkonsum während der Schwangerschaft können zu Syndaktylie führen. Diese Substanzen können die Entwicklung des Embryos stören und zu Fehlbildungen der Gliedmaßen führen.

Syndrom des Amniotischen Bandes

Ein weiterer möglicher Grund für Syndaktylie ist das so genannte Syndrom des Amniotischen Bandes. Hierbei bilden sich feste Ringe aus Bindegewebe, die um die Finger oder Zehen des Embryos liegen und diese zusammenschnüren können, bevor sie sich vollständig getrennt haben.

Genetische Veranlagung

Die Syndaktylie kann auch vererbt werden. Bei etwa 20 bis 40% der betroffenen Kinder liegt eine genetische Veränderung vor, die für die Fehlbildungen verantwortlich ist. Syndaktylie tritt auch häufig als Symptom bei genetisch bedingten Erkrankungen mit körperlichen Entwicklungsstörungen auf.

Die genaue Ursache für das Zusammenwachsen der Finger und Zehen kann jedoch von Fall zu Fall unterschiedlich sein.

Behandlung und Folgen der Syndaktylie

Eine Syndaktylie kann in der Regel schon bei der geburt visuell diagnostiziert werden. Die Behandlung besteht oft aus einem frühzeitigen chirurgischen Eingriff, bei dem die zusammengewachsenen Glieder voneinander getrennt werden. Dabei wird entschieden, ob die Hautbrücke nur durchtrennt werden muss oder ob eine zusätzliche Hauttransplantation erforderlich ist, um die getrennten Finger oder Zehen zu bedecken. Besonders bei Kindern ist es wichtig, große Narben zu vermeiden, um Verkrümmungen der Finger zu verhindern. Die Behandlung der ossären Form der Syndaktylie ist komplexer und erfordert einen erfahrenen Handchirurgen.

Neben den motorischen Einschränkungen kann Syndaktylie auch Auswirkungen auf die Psyche der betroffenen Kinder haben. Es ist wichtig, eine positive und entwicklungsfördernde Perspektive zu vermitteln. Es gibt keine Möglichkeit, Syndaktylie vorzubeugen, daher sollte eine rechtzeitige und individuell abgestimmte Behandlung erfolgen, um mögliche Komplikationen zu minimieren.

FAQ

Was ist Syndaktylie?

Bei der Syndaktylie handelt es sich um eine angeborene Fehlbildung der Körperglieder, bei der es zu einem Zusammenwachsen von Fingern oder Zehen kommt.

Wie häufig tritt Syndaktylie auf?

Etwa eines von 3000 neugeborenen Kindern ist von einer einfachen Syndaktylie betroffen, wobei Syndaktylie an den Händen eine der am häufigsten auftretenden Fehlbildungen ist.

Was sind die Ursachen für Syndaktylie?

Die Ursachen für Syndaktylie können äußere Einflüsse während der Schwangerschaft wie Alkohol- oder Medikamentenkonsum, genetische Veranlagung oder das Syndrom des Amniotischen Bandes sein.

Wie wird Syndaktylie behandelt?

Die Behandlung erfolgt in der Regel durch einen chirurgischen Eingriff, bei dem die zusammengewachsenen Glieder voneinander getrennt werden. Die Art der Behandlung hängt von der Schwere der Syndaktylie ab.

Welche Folgen kann Syndaktylie haben?

Neben den motorischen Einschränkungen kann Syndaktylie auch Auswirkungen auf die Psyche der betroffenen Kinder haben. Eine individuell abgestimmte Behandlung ist wichtig, um mögliche Komplikationen und Langzeitfolgen zu minimieren.

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