Plazentainspektion

Plazentainspektion: Bedeutung & Wichtigkeit

Die Plazentainspektion nach der geburt spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit von Mutter und Kind. Es werden verschiedene Fragen gestellt, um den Zustand der kindlichen und mütterlichen Plazentaseite zu beurteilen. Dazu gehören Fragen zur Vollständigkeit der Eihäute, zu abirrenden Gefäßverläufen und blutenden Stellen. Besonderheiten wie Nebenplazenten und die Prüfung nach einer manuellen Plazentalösung werden ebenfalls untersucht. Weitere Fragen drehen sich um das Gewicht, die Farbe und den Geruch der plazenta sowie um mögliche Veränderungen wie Koagelbildung, Verkalkungen und Infarkte. Auch die nabelschnur wird inspiziert, um den Nabelschnuransatz, die Dicke und Länge sowie das Vorhandensein von Knoten und den Zustand der Gefäße zu überprüfen. Neben der medizinischen Beurteilung der plazenta und nabelschnur ist es wichtig, den Eltern dieses Wunderwerk zu zeigen und zu erklären.

Schlüsselerkenntnisse:

  • Die Plazentainspektion nach der geburt ist entscheidend für die Gesundheit von Mutter und Kind.
  • Es werden verschiedene Fragen zum Zustand der Plazentaseite gestellt.
  • Dies umfasst Fragen zur Vollständigkeit der Eihäute, zu abirrenden Gefäßverläufen und blutenden Stellen.
  • Nebenplazenten, Gewicht, Farbe, Geruch und mögliche Veränderungen der plazenta werden ebenfalls untersucht.
  • Auch die nabelschnur wird inspiziert, um ihren Zustand zu überprüfen.

Die Plazentainspektion ermöglicht es, mögliche pathologische Veränderungen zu identifizieren und potenzielle Risiken für Mutter und Kind frühzeitig zu erkennen.

Placenta annularis (Ringplazenta)

Die Placenta annularis, auch bekannt als Ringplazenta, ist eine seltene Formanomalie der plazenta. Bei dieser pathologischen Veränderung kommt es zu einem Untergang örtlicher Chorionzotten oder einer unvollständigen Chorionglatzenbildung. Die Blickdiagnose zeigt eine ring- oder gürtelartige Form der plazenta, wobei in der Mitte ein “freier” Bereich sichtbar ist. Es wird vermutet, dass diese Anomalie durch eine Endometriuminsuffizienz am Nidationsort entsteht.

Die Placenta annularis tritt selten auf und erfordert eine genaue Blickdiagnose, um sie zu identifizieren. Pathophysiologisch betrachtet führt der Untergang örtlicher Chorionzotten oder die unvollständige Chorionglatzenbildung zu einer gestörten Blutversorgung und Nährstoffversorgung des Feten. Dies kann potenzielle Risiken für die Entwicklung des Feten und die Gesundheit der Mutter mit sich bringen.

Es ist wichtig, die Placenta annularis frühzeitig zu erkennen, um mögliche Komplikationen während der Schwangerschaft oder geburt zu vermeiden. Eine gründliche Blickdiagnose und eine umfassende Untersuchung der plazenta sind daher von großer Bedeutung.

Anbei eine Tabelle, die die Merkmale der Placenta annularis zusammenfasst:

MerkmalBeschreibung
FormRing- oder gürtelartige Form
Freier BereichMitte der plazenta
Vermutete UrsacheEndometriuminsuffizienz am Nidationsort
AuftretenSehr selten

Placenta succenturiata

Die Placenta succenturiata, auch Nebenplazenta genannt, ist eine weitere Form der plazenta, die bei etwa 3% aller Geburten auftritt. Sie entwickelt sich in einiger Entfernung zur Hauptplazenta auf dem Chorion leve und ist durch Gefäße mit der Hauptplazenta verbunden. Bei der Blickdiagnose sind kleine Zottenkomplexe erkennbar, die Gefäßverbindungen zur Hauptplazenta aufweisen.

Die Pathophysiologie der Placenta succenturiata ist noch nicht vollständig verstanden. Es wird vermutet, dass sie durch eine fehlerhafte Entwicklung der Plazentazotten entsteht.

Diese Abbildung zeigt eine Placenta succenturiata mit den kleinen Zottenkomplexen und den Gefäßverbindungen zur Hauptplazenta.

Fazit

Die Plazentainspektion nach der geburt spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit von Mutter und Kind. Durch die Beantwortung spezifischer Fragen zur kindlichen und mütterlichen Plazentaseite können mögliche Probleme frühzeitig erkannt werden. Neben der medizinischen Beurteilung ist es wichtig, den Eltern die Bedeutung und Schönheit der plazenta näherzubringen. Eine sorgfältige Inspektion und ausreichend Zeit dafür sind von großer Bedeutung.

Die Plazentainspektion ermöglicht es, mögliche pathologische Veränderungen wie die Placenta annularis und die Placenta succenturiata zu identifizieren. Obwohl keine direkte Verbindung zwischen Plazentapathologien und der Qualität der neonatalen Spontanbewegungen bei moderaten Frühgeborenen festgestellt wurde, bleibt die Plazentainspektion ein wichtiges Verfahren, um potenzielle Risiken für Mutter und Kind zu erkennen.

FAQ

Welche Rolle spielt die Plazentainspektion nach der Geburt?

Die Plazentainspektion nach der geburt spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit von Mutter und Kind. Sie ermöglicht die Beurteilung des Zustands der kindlichen und mütterlichen Plazentaseite und hilft bei der Früherkennung möglicher Probleme.

Welche Fragen werden bei der Plazentainspektion gestellt?

Bei der Plazentainspektion nach der geburt werden verschiedene Fragen gestellt, um den Zustand der plazenta zu beurteilen. Dazu gehören Fragen zur Vollständigkeit der Eihäute, abirrenden Gefäßverläufen, blutenden Stellen, Gewicht, Farbe, Geruch, Koagelbildung, Verkalkungen, Infarkte und Nebenplazenten. Auch die nabelschnur wird inspiziert, um den Nabelschnuransatz, die Dicke, Länge, Knoten und den Zustand der Gefäße zu überprüfen.

Was ist die Placenta annularis?

Bei der Placenta annularis handelt es sich um eine pathologische Veränderung der plazenta, bei der es zu einem Untergang örtlicher Chorionzotten oder einer unvollständigen Chorionglatzenbildung kommt. Sie ist sehr selten und zeigt sich bei der Blickdiagnose durch eine ring- oder gürtelartige Form der plazenta mit einer “freien” Stelle in der Mitte.

Was ist die Placenta succenturiata?

Die Placenta succenturiata ist eine Nebenplazenta, die sich in einiger Entfernung zur Hauptplazenta auf dem Chorion leve entwickelt. Sie tritt bei bis zu 3% aller Geburten auf und ist bei der Blickdiagnose durch kleine Zottenkomplexe mit Gefäßverbindungen zur Hauptplazenta erkennbar.

Warum ist die Plazentainspektion wichtig?

Die Plazentainspektion nach der geburt ermöglicht es, potenzielle pathologische Veränderungen wie die Placenta annularis und die Placenta succenturiata zu identifizieren. Sie dient der Früherkennung möglicher Risiken für Mutter und Kind und ist neben der medizinischen Beurteilung auch eine Möglichkeit, den Eltern die Bedeutung und Schönheit der plazenta näherzubringen.

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